Mag. Ingrid Moschik: KLEMENTINE NARODOSLAVSKY, Jg. 1897, eingewiesen 1936 Sonderkrankenhaus, verlegt, ermordet 1941 Schloss Hartheim. Graz, Südtirolerplatz 10, 2014.

Mag. Ingrid Moschik (*1955 Villach – 999), Kunstleitzahl 38000, KLZ 38000, Gerichtsleitzahl 38000, GLZ 38000, Bankleitzahl 38000, BLZ 38000, Spurensicherung 38000, Street photography 38000, Street Archeology 38000, Graffiti Graz, Graffiti 38000, Graffiti change the world, occupy art 38000, copycat art 38000, Graz IV. Lend, Südtirolerplatz 10, KLEMENTINE NARODOSLAVSKY, Jg. 1897, eingewiesen 1936 Sonderkrankenhaus, verlegt, ermordet 1941 Schloss Hartheim, Graz II. Leonhard, Rechbauerstrasse 27, Hier wohnte JOSEF NEUHOLD, Jg. 1890, im Widerstand verhaftet 1941, verurteilt 1942, in Haft gefoltert, tot 1942, Graz VI. Jakomini, Grazbachgasse 41 Ecke Maygasse, Hier arbeitete ISODOR KÖRNER, Jg. 1903, enteignet 1938, Flucht 1939 Jugoslawien, Kladovo-Transport, Schicksal unbekannt, Graz V. Gries, Griesplatz - Reichengasse – Bürgerspitalgassse, GENTRIFIKATION ist KRIEG gegen die Armen. Gentrifikation 38000, Getrifizierung 38000, Yuppisierung 38000, Yuppifikation 38000,  Graz V. Gries, Stadlgasse, RIOT NOT DIENT!, GynArcho 38000, Graz V. Gries, Annenstrasse 13, DIE WELT UM 99 CENT, Bankenhimmel 38000, Graz III. Geidorf, Leechgasse, (Arnold Schwarzenegger) HASTA LA VISTA (Baby), Graz III. Geidorf, Attemsgasse 25, LOKI, Trickster, Gangster, Bankster, Graz V. Gries, Grossmarktstrasse Beginn Puchstrasse, Schlachthof, Markus Wilfing (*1966 Innsbruck - ), Fahrraddisco als lebende Skulptur, Graz V. Gries, Puchstrasse 41, SCHAUMBAD – Offenes Atelierhaus Graz,  #REDBULLDIY 38000. (Doppelkreuz Red Bull Do It Yourself 38000),  Graz III. Geidorf, Heinrichstrasse 26, (GAK 1902) KULT SEIT NEUNZEHNHUNDERTZWEI, Graz V. Gries, Puchstrase 41, IST SEXUALITÄT WIRKLICH SO WICHTIG? SCHAUM PAVILLON von ALEXANDRA GSCHIEL und frau mag rosa pink, Kerstin Rajnar, Graz VI. Jakomini, “Der Prozess -  §278a”, MÖSE DOMUS, Mösenhaus 38000, Mösendom 38000, PURE VERNUNFT DARF NIEMALS SIEGEN 38000, MAMMA RIOT 38000, UTERUS RIOT 38000, VAGAINA RIOT 38000, PUSSY RIOT 38000, Graz II. Leonhard, Schörgelgasse, TEACH THEM LOVE NOT PROFIT, Graz V. Gries, Radetzkybrück, Graz IV. Lend, Marschallgasse, Freiheit 38000, Freedom 38000, Autonomie 38000, Privatautonomie 38000, 38000, #38000, 38000 = 38000

Kunst ist die Verortung der Zukunft in der Gegenwart. Deshalb muss sie medizinisch begutachtet und strafrechtlich verfolgt werden, solange, bis Österreich von der Kunst geheilt und von der Zukunft befreit ist.

Zitat aus dem inkriminierten Original:

RAIFFEISEN-LANDESBANK STEIERMARK AG

BLZ: 38000
DVR: 0040495
BIC: RZSTAT2G
KONTONUMMER: 4.509.139
IBAN: AT41 3800 0000 0450 9139
BIC: RZSTAT2G

*MÜNDELGELD* WERT BETRAG IN EUR
ALTER KONTOSTAND 0,00

Lohn/Gehalt 00203243/201009
SCT: PMN36820100906014588
Landesschulrat f. STMK 1509 110.579,21
“Wenn’s um meine Vorsorge geht,
ist nur eine Bank meine Bank.”

ABS: Postfach 847, 8011 Graz, 38000

(EINGEGANGEN
23. Sep. 2010
RA Dr. Unterasinger)

Mag. Ingrid Moschik
Mündelgeld GZ: 233 P 12/08v
p. A. SW Dr. Franz Unterasinger
Radetzkystraße 8/1
8020 Graz

POS SUMME GUTSCHRIFTEN 110.579,21
SUMME LASTSCHRTIFTEN 0,00
NEUER KONTOSTAND
GUTHABEN 110.579,21

AUSZUG 1/BLATT 001 VOM 15.09.2010

Raiffeisen
Meine Bank

Mag. Ingrid Moschik
Staatsmündelkünstlerin der Republik Österreich
ingrid.moschik@yahoo.de

post scriptum:

Südtiroler Platz 10
8020 Graz ‎

http://www.stolpersteine-graz.at/stolpersteine-in-graz/biografien/

Biografien

Franz Baranyai, Paulustorgasse 8
P. Ansgar Brehm OFM Conv., Mariahilfer Platz 3, Pfarre Mariahilf
Familie Dortort, Jakoministr. 10
Herbert Eichholzer, Schrötterg. 7
Karl Endstrasser, Wiener Straße 53
Familie Engel/Silber, Lazarettg. 12
Familie Gertler, Neubaugasse 59
Arnold Körner, Oeverseeg. 27/II
Isidor Körner, Grazbachg. 41/Ecke Mayg. 2
Familie Körner/Josefsberg, Zweiglg.14
Familie Kurzweil, Schrötterg. 7
Dipl. Ing. Adolf und Melanie Lachs, Volksgartenstr. 18
Fritz Marsch, Fellingerg. 3
Alfred Mitkrois, Elisabethstr. 18
Klementine Narodoslavsky, Südtiroler Platz 10
Josef Neuhold, Rechbauerstraße 27
Familie Prucker, Leitnerg. 2
Aloisia und Josef Regenfelder, Reininghausstraße 28/I
Cäcilia Reiter, Einödstraße 1
Ernst Reiter, Einödstraße 1
Familie Spielmann, Annenstraße 34
Dr. Max Steigmann, Afritschgasse 30
Martin Tornquist, Gabriel Seidlgasse 10
Richard Zach, Pestalozzistraße 67
(wird laufend erweitert)

http://www.stolpersteine-graz.at/stolpersteine-in-graz/biografien/klementine-narodoslavsky/

Klementine Narodoslavsky
Südtirolerpl. 10

Bei Klementine Narodoslavsky,

Jahrgang 1897,

wurde am 29.4.1936 eine Form der Psychose diagnostiziert (im Volksmund Jugendirrsinn genannt).

Die Krankheit trat auf als Konsequenz der Überlastung und Ängste einer alleinerziehenden Mutter in der Zwischenkriegszeit.

Nach einem Kurzaufenthalt in der Nervenklinik des LKH Graz wurde Klementine in das damalige Landesnervenkrankenhaus Feldhof (heute Landesnervenklinik Sigmund Freud) überstellt.

Nach dem Einmarsch Hitlers, wussten Freunde und die Familie von Klementine, allesamt politisch gebildete und sozial engagierte Menschen, die um die sogenannte Rassenpolitik- und hygiene der Nationalsozialisten Bescheid wussten, dass Klementine in Gefahr war.

Als sie die Nachricht ereilte, dass Klementine wahrscheinlich am 18. oder 19.1.1941 nach Niederhart überstellt und weiters am 20.1.1941 nach Hartheim transportiert wurde, setzte die Familie alles daran, Klementine aus der Anstalt zu befreien. Ihr in Linz wohnhafter Bruder, fuhr täglich nach Hartheim. Ein Besuch wurde ihm verwehrt mit dem Argument, dass angeblich eine Epidemie in der Anstalt ausgebrochen sei. Tatsächlich wurde Klementine aber bereits am 24.1.1941 getötet.

Quellen:

1. NS-Wissenschaft als Vernichtungsinstrument, W. Freidl, W. Sauer, Wien 2004 – Siehe dazu

2. Zeitdokumente; freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Raoul Narodoslavsky, Enkel von Klementine Narodoslavsky

http://www.dernaro.at/blog/erinnern-an-die-ermordete-klementine-narodoslavsky/

Erinnern an die ermordete Klementine Narodoslavsky!
Eine Rede über unwertes Leben.

http://www.dernaro.at/blog/wp-content/uploads/KlementineN.pdf

STOLPERSTEIN – Euthanasie

Sehr geehrte Anwesende, Teilnehmer, Passanten, Zuhörer, Interessierte
Mein Name ist Raoul Narodoslavsky, ich bin der Enkel der Klementine Narodoslavsky für die hier und jetzt ein Stolperstein gelegt wird und spreche über die sogenannte Euthanasie oder wie die Nazi-Diktion hieß: Tötung unwerten Lebens.

30tsd UNWERTE LEBEN wurden in Hartheim getötet.

Hartheim, ein Schloß in der Gemeinde Alkoven in Oberösterreich, das 1898 dem Land Oberösterreich zur Pflege der „Siechen und Blöden“ – (siehe Tafel im Eingangsbereich) übergeben wurde. Alkoven hat heute 5364 Einwohner.

D.h. man hat dort von 1940 bis 1943, 6mal die heutige Einwohnerzahl hingekarrt, mit Gas getötet, die Leichen verbrannt, die Asche verschickt, vergraben oder in die Donau geleert

Ich bin die Enkelgeneration und über 60 Jahre. Man hat mir mehr als einmal gesagt: man solle doch die alten Sachen vergeben, vergessen, die Gräben zuschütten, die Toten Tote sein lassen und nach vorne sehen.
Ich will zuerst zurück und danach nach vorne sehen und ich bitte Sie Alle dabei mit mir zu sehen.

Es heißt: den Wert einer Gesellschaft erkenne man darin, wie sie – die Gesellschaft- mit ihren Schwächsten (also Behinderten, Kranken und Armen) umgehe.

Schauen wir jetzt gemeinsam und sehen wir: In den wirtschaftlich schlechten Zeiten der dreißiger Jahre, der Depression, der Not, des Hungers, der Arbeitslosigkeit und des Ständestaates Österreich wurde meine Großmutter KLEMENTINE NARODOSLAVSKY mit 39 Lebensjahren stationär mit der Diagnose „Jugendirrsinn“ – eine Art der Schizophrenie am 29. April 1936 in das Sonderkrankenhaus Am Feldhof in Graz eingewiesen.

Aus ihrem nach langem Suchen 2002 in Deutschland aufgefundenen Krankenakt aus 1936: Aufnahme: Größe 172 cm, Gewicht 48 kg, weiblich, Menses aussetzend……………usw usw

Die Ursachen ihrer Erkrankung sind wahrscheinlich in ihren schwierigen Lebensumständen, die hier aufzuzählen zu weit führt, enthalten. Faktum der Diagnose.. die Frau ist krank, die Frau bleibt da, wie gut oder schlecht die Pflege oder Therapie auch gewesen sein möge….

Das Nazireich ging mit meiner „nicht lebenswerten“ Großmutter 5 Jahre später so um:
am 18. oder 19. Jänner 1941 von Graz Feldhof nach Linz- Niedernhart „verlegt“,

am 22. Jänner 1941 von dort nach Hartheim „überstellt“ –

Reichsmaßnahme……….

am 24.1.1941 infolge akuter Erregung an Herzschlag in der Wohnung verstorben- Totenschein (Eltern null, Name, gestorben, Ursache „Herzversagen infolge akuter Erregung“….) aus Auszug aus Brief Hartheim…………..Bazillenträger !!

Februar Beisetzung der übersandten Urne mit Asche von wem auch immer im Familiengrab

Meine Mutter und mein Onkel sind noch minderjährig, als ihre Mutter Klementine ermordet wird – sie sind Halbwaisen, aber eine der Gesetzeslage entsprechende Waisenrente wird ihnen vorenthalten. Im Gegenteil: Bei ihrem Eheantrag 1942 wird meiner Mutter amtlich kundgetan, dass sie „keinen SS-Mann heiraten dürfe“ auf Grund ihrer „Erbbelastung“.

Die auf diese Art freigewordenen Spitalsplätze werden für militärische Lazarettzwecke benötigt

Die 1945 aufgefundene sogenannte „Hartheimer Statistik“ berechnet den Wert der Ersparnisse für das Deutsche Reich auf den Zeitraum von 10 Jahren, die man sonst für das „unnütze Leben“ aufwenden hätte müssen auf 885 Mio Reichsmark….umgerechnet heute 3 Milliarden Euro für 70tsd Menschen in 10 Jahren, d.s pro Jahr 300 Mio Euro und pro Kopf/Jahr 4.286 Euro oder Monat/Kopf 358 Euro oder pro Tag/Kopf Euro 11,93 jedenfalls weniger als die Pflegestufe 3, Richtsatz 2013 – um wie wenig Wert ein Mensch staatlich getötet wurde……

April – Mai 1945

Der eine ärztliche Leiter der Mordmaschine Hartheim, Dr. Lonauer begeht Selbstmord, sein Stellvertreter, ein Dr. RENNO, taucht eine Zeit unter, praktiziert später in der BRD wieder als Arzt, zuerst unter falschem, dann unter richtigem Namen, sein Prozeß 1967 wurde nie abgeschlossen (nicht verhandlungsfähig, 1975)

Befreiung Österreichs durch die alliierten Truppen, Graz wird durch die Rote Armee befreit. Bereits im Juni oder Juli 1945 wird in der „Steirischen Zeitung“auf die Vernichtungsanstalt Hartheim hingewiesen und Listen von Opfern abgedruckt, darunter auch der Name meiner Großmutter, Klementine Narodoslavsky

Auch die 1945 wiedererstandene Republik Österreich wird ihre beiden Nachkommen nicht als Opfer anerkennen, weder meine Mutter Hertha noch meinen Onkel Alfred. Onkel Alfred ist 1945 ein 13jähriger Bub, Waisenrente bekommt er keine…..

Die Kinder HERTHA und ALFRED waren auf sich selbst angewiesen, sie gingen ihren Weg und kämpften sich durchs Leben, beide sind inzwischen verstorben.
Geheimnis war das Schicksal ihrer Mutter Klementine nie und es wurde innerhalb der Familie darüber immer offen gesprochen. Das die Tötungsmaschinerie von „unlebenswerten Leben“ auch nicht vor physisch unheilbar Kranken in den „Spitälern“ des Naziregimes nicht halt machte, wurde am Beispiel ihrer Tante ANTONIA Narodoslavsky, die ältere Schwester, die ebenfalls hier am Südtiroler Platz lebte und 1943 binnen kürzester Zeit im LKH verstorben wurde… unheilbar an Magenkrebs erkrankt, unwertes Leben.. weg damit….. oft beschrieben oder besprochen.
Das mag damit zu tun haben, daß in der weitläufigen Familie keine Parteigänger des NS-Regimes waren. Sicher tat man sich nach 1945 daher leichter darüber zu reden, als wenn man(n) Mitschuld (oder „nur seine Pflicht erfüllt“) hätte.

Mein Onkel ALFRED blieb unverheiratet, kinderlos und lebte in einer Lebensgemeinschaft. Er erzählte mir einmal vom Empfinden in der Nazizeit, als er bei seinem Vater lebte, der ständig in Angst war. Denn auch sein Vater entsprach nicht den krausen Rassentheorien der Nazi, der galt als Halbjude (trotz dessen katholisch-konvertierten jüdischem Vater) . Der kleine Bub bekam die Sorgen des Vaters mit, er verheimlichte sie nicht vor seinem Sohn: Was wird sein, wenn „ s i e draufkommen…. ob s i e uns Alle abholen und umbringen werden…“ Alfred verstarb 2009

HERTHA ging ihren kämpferischen Weg aus der illegalen in der legalen KPÖ weiter, sozial engagiert bis fast zu ihrem Lebensende. Sie hatte 2 Kinder, eines verstarb sehr früh. 2001 stellt sie sich mit Anderen Tom Mazek für dessen Dokumentation „das Mordschloss“als Zeugin zur Verfügung, Film und Buch sind ein brennendes Dokument einer bis heute nicht gänzlich aufgearbeiteten Geschichte 2005 hatte sie im Sommer einen Schlaganfall, 2011 ist sie verstorben…….

Was blieb, was bleibt……

am INTERNATIONALEN MAHNMAL am Zentralfriedhof in Graz, nach heftigen Widerständen 1961 errichtet durch die Stadt Graz auf einer Fläche, wo rund 2000 Naziopfer begraben (verscharrt) wurden: Auf der Unterseite des Bogens stehen die Namen österreichischer Opfer der Nazibarbarei eingraviert. Im rechten Teil des Bogens stehen Namen der aus dem LSKH „Am Feldhof“ Verschleppten und Ermordeten, darunter Klementine Narodoslavsky

GEDENKTAFEL IN HARTHEIM 2005 wurde uns erlaubt, eine Gedenktafel für KLEMENTINE NARODOSLAVSKY in der Lern- und Gedenkstättte Schloß Hartheim anzubringen. Wir entschieden uns für grauen Granit, der auch der Umgebung entspricht..

DENKMAL im Grazer Feldhof Freitag, 24. März 2006 – 65 Jahre nach den beschriebenen Ereignissen wird im LSKH (nunmehr Klinik „Sigmund Freud“) ein Gedenkstein für die über 1000 bekannten Opfer aus dem Feldhof enthüllt, „Verrückt“ – eine volkstümliche Beschreibung für geistig Behinderte, 2 Marmorsäulen in unterschiedlicher Farbe mit schrägen (verrückten – hier als umgestellt zu deuten) endenden Abschluß.

Repräsentanten des öffentlichen Lebens –an der Spitze Bundespräsident H. Fischer- erklären, dafür zu sorgen wollen, dass niemals wieder so etwas geschehen könne, Meine Mutter war dort mit, im Rollstuhl, es wird ihr geholfen damit sie Platz findet, mein Onkel Alfred war dort, ich auch, wir alle waren zwar nicht eingeladen, aber wir lassen es uns nicht nehmen teilzunehmen…… denn den damals verantwortlichen Mittätern und Mithelfern, die zuließen dass mehr als 1000 Leben vernichtet wurden, hat man nie einen Prozeß gemacht, sie werkten ungehindert und ungestört nach der Befreiung weiter im Feldhof und hatten nur ihre Pflicht erfüllt…..
Was blieb, was bleibt……Was es für mich selbst bedeutet, wie hat sich das auf mich in der 2. Generation ausgewirkt ??…

Ich habe eine Großmutter nie selbst kennen gelernt, kenne aber die Zusammenhänge ihres frühen gewaltsamen Todes.

Ich erinnere mich anlässlich einer Präsentation des Filmes „Abschied von Buchenwald“ an eine Fragerunde des Regisseurs „ob die Nachkommen der Opfer auch traumatisiert seien durch die Geschehnisse der Nazizeit“
Ja, kann ich nur antworten, schon….

in meiner kindlichen und jugendlichen Erziehung hieß es u.a.: „Du mußt Deine Dokumente immer auf einen Griff beieinander haben….. Du musst immer etwas Bargeld als Reserve haben….. Du weißt nie was morgen geschieht und ohne Papiere und Geld kommst Du nicht weiter…. Du darfst nicht zulassen, dass nochmals so was wie Faschismus passiert und dagegen ankämpfen, egal mit wem zusammen…..alleine schaffst Du das nicht….“

Ich wuchs zusätzlich zu den elterlichen unter den behütenden, wachsamen Augen vieler Antifaschisten auf. Deren individuelle Schicksale würden Bände über die verschiedensten Formen von machbaren, gelebten (und überlebten) und nie bedanktem Widerstand gegen Unrecht füllen.
Heute fehlen mir oft die Erfahrungen und Einschätzungen dieser Überlebenden, weil ihre Jahre ausgelebt sind und es immer weniger werden…………………….

Darum stehe ich heute hier und bitte Sie:
Werden Sie hellhörig, wenn Ihnen gesagt wird, dass Pflege von wem auch immer, ob alt, behindert geistig und/oder körperlich oder krank, zu teuer oder nicht finanzierbar sei…..

Werden Sie laut und sagen Sie NEIN, laut und deutlich NEIN, wenn Ihnen jemand mitteilt, das ein Tschapperl / Dodl oder wie immer genannt doch eh nix vom Leben habe und es besser sei, es zu erlösen….

Achten Sie, achten wir darauf, dass nie mehr eines Menschen Lebens „nicht lebenswert“ sei weil krank, alt und/oder behindert oder hier nichts zu suchen hätte, ein Boot voll sei oder Ähnliches oder was auch immer…………….

Darum ist in diesem Projekt Stolperstein, dem „Niemals vergessen und Nie wieder“ auch Platz für die Erinnerung an alle Menschen die Opfer der Euthanasie wurden und wir sind die, welche zu sorgen haben dass dies nie wieder geschehen möge………

Danke für Ihre Geduld und Aufmerksamkeit

http://de.wikipedia.org/wiki/Tötungsanstalt_Hartheim

Die Tötungsanstalt Hartheim

war eine „Euthanasie“-Anstalt der Aktion T4. Sie war im Schloss Hartheim in der Gemeinde Alkoven bei Linz untergebracht.

Bus Hartheim Foto Niedernhart Prozess

Deutsch: NS-Tötungsanstalt Hartheim, Abholungsbus mit Fahrer, Foto Niedernhart Prozess
English: Hartheim Nazi killing center, bus with driver

http://en.wikipedia.org/wiki/Hartheim_Euthanasia_Centre

The Hartheim Euthanasia Centre
(German: NS-Tötungsanstalt Hartheim)

was a killing centre involved in the Nazi euthanasia programme, also referred to as Action T4. The killing centre was housed in Hartheim Castle in the municipality of Alkoven, near Linz, Austria.

http://www.linz.at/geschichte/de/38099_38146.asp

Auf Schloss Hartheim bei Alkoven wurde „Euthanasie“ an Menschen betrieben, die in der Diktion der NS-Volksgesundheitslehre als „lebensunwert“ eingestuft waren.

Zwischen 1940 und 1944 wurden in Hartheim an die 30.000 Menschen in der Gaskammer ermordet.

http://www.annefrankguide.net/de-AT/bronnenbank.asp?oid=3663

Schloss Hartheim – „Aktion

Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Schloßstraße 1, 4072 Alkoven ‎
07274 6536546 ‎ · schloss-hartheim.at

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