Verlag V. A. Heck, M. Frankenstein & Co., Wien, DONAU-ALBUM, #921, Carnuntum, Petronell, Heidentor, Römertor, um 1875

V. A. Heck, Verlag von V. A. Heck in Wien, Valentin Andreas Heck (1842 Wien - 1905 Wien) - Kunstverlag Kunsthandlung, Bilder aus Alt-Wien, Michael Frankenstein (1843 Wiener Neustadt – 1918 Wien), Heidentor = Römertor (354-361 n. Chr. bis heute), Carnuntum (Mitte des 1. Jh. – 5. Jh. n. Chr.), Petronell (1125 bis heute), Petronell-Carnuntum (1963 bis heute), Carnuntum = Karnuntum, Carn = Karn = Steinwall Steinbau Steinstadt Siedlung am Stein, Wien I. Innere Stadt - Schottenring 7 Ecke Hessgasse, Ringtheater = Ring-Theater = Komische Oper (1874 – 1881), Wiener Ringtheaterbrand - 8. Dezember 1881, Wiener Wasserglacis (1818 - 1862), Wiener Stadtpark (1862 bis heute), Schottenbastei (1532 bis 1860), Schottenschanze, Alservorstadt, Alsergrund, Lichtenthaler Kirche (1730 bis heute), Rossau, Servitenkirche (1670 bis heute), Franz Wolf (1795 Wien - 1859 Wien), Paradeisgartl = Paradeisgartel = Paradiesgarten = Paradies-Garten, Jüngeres Paradeisgartl auf der Löwelbastei (1817 – 1872), Wiener Burgtheater (1874-1888 bis heute), Laurenz Janscha, Lorenz Janscha, L. Janscha (Jantscha Jansa) (1744 Rodein in Oberkrain – 1812 Wien) – Maler, Wiener Burgbastei (1531-35 - 1809), Burgbastei = Spanische Bastei, Wiener Volksgarten (1823 bis heute), Wiener Heldenplatz (1823 bis heute), Wiener Burggarten (1823 bis heute), Jewish Square, Judenplatz (1437 bis heute), Schulhof an dem Newn Placz = Neuer Platz (1421-1437), Schulhof der Juden (1294 -1421), Wiener Judenstadt, Wiener Judenviertel, Salomon Kleiner (1700 Augsburg – 1761 Wien), Der Fenstergucker, Fenstergucker, Wiener Fenstergucker, Meister Pilgram, Anton Pilgram (1460 Brünn - 1515 Wien) - mährisch-österreichischer Baumeister Bildhauer, The Austrian Federal Chancellery, Bundeskanzleramt Österreich, BKA, Ballhausplatz 2, Sparismus, Sparen ist muss,  Sparism, sparing is must Art goes politics, Zensurismus, Zensur muss sein, Censorship is must, Mag. Ingrid Moschik, Mündelkünstlerin, Staatsmündelkünstlerin

“VERLAG VON V. A. HECK IN WIEN.
DONAU-ALBUM
921. Petronell, Römerthor.
M. Frankenstein & Co. phot.
Nachdruck verboten.”

Photographie von M.(ichael) Frankenstein (1843 Wiener Neustadt – 1918 Wien)
nach der Natur photographiert
“Das Römertor in Petronell-Carnuntum an der Donau”

Ausführliche Biographie und weitere Beispiele von “Verlag V. A. Heck in Wien” auf Sparismus:

Verlag V. A. Heck in Wien, um 1877, Bilder aus Alt-Wien, Der Fenstergucker, Meister Anton Pilgram https://sparismus.wordpress.com/2015/05/17/verlag-v-a-heck-in-wien-um-1877-bilder-aus-alt-wien-der-fenstergucker-meister-anton-pilgram/

Verlag V. A. Heck in Wien, 1877, Bilder aus #Alt-Wien, 25, #Judenplatz, Blick südwärts zum #AmHof, links der #Steffl, nach Salomon Kleiner, 1725 https://sparismus.wordpress.com/2015/05/18/verlag-v-a-heck-in-wien-1877-bilder-aus-alt-wien-25-judenplatz-blick-sudwarts-zum-amhof-links-der-steffl-nach-salomon-kleiner-1725/

Verlag V. A. Heck in Wien, 1877, Bilder aus #AltWien, 125, #Burgbastei, Blick in Richtung #Steffl, nach Gouache von Laurenz Janscha, 1797 https://sparismus.wordpress.com/2015/05/19/verlag-v-a-heck-in-wien-1877-bilder-aus-altwien-125-burgbastei-blick-in-richtung-steffl-nach-gouache-von-laurenz-janscha-1797/

Verlag V. A. Heck in Wien, 1877, Bilder aus #AltWien, 13, #Paradiesgarten, Blick in Richtung #Josefstadt, #Kahlenberg, nach Franz Wolf, 1832 https://sparismus.wordpress.com/2015/05/20/verlag-v-a-heck-in-wien-1877-bilder-aus-altwien-13-paradiesgarten-blick-in-richtung-josefstadt-kahlenberg-nach-franz-wolf-1832/

Verlag V. A. Heck, 1877, #AltWien, 36, Blick von der Schottenbastei, links Alservorstadt mit Lichtenthaler Kirche, rechts Rossau mit Servitenkirche, 1820 https://sparismus.wordpress.com/2015/05/21/verlag-v-a-heck-1877-altwien-36-blick-von-der-schottenbastei-links-alservorstadt-mit-lichtenthaler-kirche-rechts-rossau-mit-servitenkirche-1820/

Verlag V. A. Heck, 1877, #AltWien, 22, Wasserglacis vor dem Karolinentor, vor 1850, heute Teil des Stadtparks mit Kursalon https://sparismus.wordpress.com/2015/05/22/verlag-v-a-heck-1877-altwien-22-wasserglacis-vor-dem-karolinentor-vor-1850-heute-teil-des-stadtparks-mit-kursalon/

Verlag V. A. Heck, M. Frankenstein & Co., 1877, #AltWien, #95, Ringtheater, KOMISCHE OPER, Wien I. Innere Stadt, Schottenring 7 Ecke Hessgasse
https://sparismus.wordpress.com/2015/05/27/verlag-v-a-heck-m-frankenstein-co-1877-altwien-95-ringtheater-komische-oper-wien-i-innere-stadt-schottenring-7-ecke-hessgasse/

Gemeinde Petronell-Carnuntum

https://www.google.at/maps/place/Gemeinde+Petronell-Carnuntum/@48.11176,16.86532,10z/data=!4m2!3m1!1s0x476c5f5000fcdc1b:0x6295d4c4f0afb5c0

http://www.lookover.at/Bild.php?F=11101

Das Heidentor um 1869 nach der ersten Restaurierung durch Anton Widter.

http://de.wikipedia.org/wiki/Petronell-Carnuntum

Petronell-Carnuntum

ist eine Marktgemeinde mit 1230 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha.

Deutsch: Wappen der niederösterreichischen Gemeinde Petronell-Carnuntum
English: Coat of arms of Petronell-Carnuntum, Lower Austria
Polski: Herb Petronell-Carnuntum, Dolna Austria

Geografie

Petronell-Carnuntum liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 25,36 Quadratkilometer. 25,99 Prozent der Fläche sind bewaldet. Die Gemeinde liegt am rechten Ufer der Donau südwestlich von Hainburg an der Donau, 182 Meter über dem Meeresspiegel.

Geschichte

Im Altertum waren das Militärlager und die Zivilstadt von Carnuntum Teil der römischen Provinz Pannonien.

Im Laufe des 5. Jahrhunderts wurde der Ort von seinen romanischen Bewohnern aufgegeben und verlassen.

In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts entwickelte sich hier eine Siedlung, der im Jahr 1142 das Marktrecht verliehen wurde.

Damit zählt Petronell zu den ältesten Marktgemeinden Niederösterreichs. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort später die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Der heutige, eher ungewöhnliche Ortsname Petronell geht auf die französische Gemahlin Kaiser Heinrichs III., Agnes von Poitou, zurück, die sich 1077 in Rom neben der heiligen Petronella beisetzten ließ. Zur Erinnerung an die Kaiserin erbauten die Grafen von Vohburg um 1125 auf dem Boden des alten Carnuntum eine Kirche die der Petronella geweiht war.
Sie ist auch die Schutzheilige gegen Gicht, Fieber und Rheuma, die in den Schwefelquellen von Bad Deutsch-Altenburg behandelt werden.[1]

Im 13. Jahrhundert existierte eine Petroneller Linie des Hauses Liechtenstein.
Von 1656 bis zum Ende der Monarchie im Jahre 1918 und darüber hinaus, lenkte die Adelsfamilie Abensperg-Traun die Geschicke der Marktgemeinde Petronell, als eine von vielen zur Adelsfamilie gehörigen Herrschaften. Ein Zweig der Familie ist bis heute in Petronell ansässig.

Den Namen Petronell-Carnuntum führt die Gemeinde seit 1963.

Zum 900-jährigen Bestehen Petronells im Jahr 1958 verlieh die Landesregierung Niederösterreichs der Marktgemeinde ein Marktwappen. Die dazugehörende Marktfahne ist in den Farben Blau-Weiß gehalten und trägt in der Mitte das neue Wappen: in blauem Schild das weiße Heidentor auf grünem Grund.[2]

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1158 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1202 Einwohner, 1981 1241 und im Jahr 1971 1236 Einwohner.

Politik

Bürgermeisterin der Marktgemeinde ist Ingrid Scheumbauer, Vizebürgermeister ist Leopold Weber. Amtsleiterin ist Gisela Klaffl.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die wesentlichste Sehenswürdigkeit des Ortes sind die Reste der römischen Festung.

Sehenswert darüber hinaus:

Freilichtmuseum Petronell. Situiert im Archäologischen Park Carnuntum bzw. im südöstlichen Bereich der ehemaligen römischen Zivilstadt. Gezeigt werden unter anderem Rekonstruktionen wie eine große Therme, das „Haus des Lucius“ sowie die „Villa urbana“, ein römisches Stadtpalais. Anlässlich der Niederösterreichischen Landesausstellung 2011 wurde um rund 4 Mio. Euro ein Besucherzentrum nach den Plänen des Architekturbüros Gallister errichtet sowie ein Parkplatz für etwa 340 PKWs und 22 Bussen.[3]

die Kapelle Heiliger Johannes der Täufer; ein romanischer Rundbau aus der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts, die ursprünglich eine von den Tempelrittern erbaute Wehrkirche war; seit dem 18. Jahrhundert dient sie als gräflich Abensperg und Traun’sche Familiengruft.

die katholische Pfarrkirche Sankt Petronilla (um 1200) mit einem Rokoko-Tabernakel;

die ehemalige Wasserburg Schloss Petronell, nach den Besitzern auch Schloss Traun. Es wurde 1660 bis 1667 von Domenico Carlone (um 1615-1679) zu einer vierflügeligen Schlossanlage im Stil des Frühbarock ausgebaut.

Schloss Petronell (Merian)

Martin Zeller / Matthäus Merian – Topographia Germaniae, 1679:
Topographia Provinciarum Austriacarum, Austriae, Styriae, Carinthiae, Carniolae, Tyrolis etc.
Das ist Beschreibung Vnd Abbildung der fürnembsten Stätt Vnd Plätz in den Osterreichischen Landen Vnder vnd OberOsterreich, Steyer, Kärndten, Crain Vnd Tyrol / antag ins Kupffer gegeben Durch Matthaeum Merian.

das Heidentor, vermutlich ein Triumphbogen aus dem 4. Jahrhundert, ist das Wahrzeichen Petronells.

Petronell - Heidentor (2)

Deutsch: Nordwestansicht des Heidentores in der niederösterreichischen Marktgemeinde Petronell-Carnuntum.
Die zwei mächtigen, mit einem Bogen verbundenen Pfeiler, sind das charakteristische Wahrzeichen von Petronell-Carnuntum. Ursprünglich war es ein viertoriges, über 20 Meter hohes Bauwerk, dessen vier Pfeiler ein Kreuzgewölbe trugen. Es wurde wahrscheinlich unter Kaiser Constantin II. (337-361) als Triumphbogen errichtet. 2014.
English: The ruin of the Heidentor (Pagan gate) in Carnuntum. 2014.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Petronell-Carnuntum

http://erwin-reidinger.heimat.eu/HP_Bilder/Galerie18.html

Heidentor (Petronell) und Janus Quadrifrons (Rom)

http://erwin-reidinger.heimat.eu/HP_Bilder/Bild69.html

http://erwin-reidinger.heimat.eu/HP_Bilder/Bild70.html

http://www.carnuntum.co.at/park/auf-den-spuren-der-zivilstadt/heidentor

Das Heidentor

Etwa 2 km vom Freilichtmuseum Petronell entfernt liegt in südwestlicher Richtung das Heidentor, Österreichs bekanntestes römisches Baudenkmal und Wahrzeichen des Archäologischen Parks Carnuntum. Das Heidentor kann bequem mit dem Auto oder zu Fuß erreicht werden. Lassen Sie sich nach der inspirierenden Reise in den Alltag der Carnuntiner Bürger vom imposanten Ausdruck kaiserlichen Machtanspruchs beeindrucken. Außerhalb der Stadtmauer der Zivilstadt gelegen, zeugte der monumentale Bau über der Kaiserstatue von Constantius II schon in der Blütezeit Carnuntums weithin sichtbar von Glanz und Macht des römischen Imperators.

Vom einstigen Prachtbau steht heute nur noch der bekannte Torbogen. Neueste wissenschaftliche Befunde belegen, dass es sich ursprünglich um einen Pfeilerbau mit vier Durchgängen (Quadrifrons, griech. Tetrapylon) handelte, der als Triumphalmonument für Constantius II in den Jahren 354 – 361 n. Chr. errichtet wurde und sich schützend über der Statue des Kaisers erhob.

Der Name „Heidentor“ stammt aus dem Mittelalter, als die Menschen den Torbogen für ein Bauwerk von Nicht-Christen hielten und daher als „heydnisch Tor“ bezeichneten. Eine Fehleinschätzung, wie wir heute wissen: Die Bauzeit des Heidentors fiel in eine Zeit, als das Christentum schon seit Jahrzehnten als Religion anerkannt war und auch zunehmende Bedeutung in Carnuntum erlangte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Heidentor_(Carnuntum)

Das Heidentor

ist ein spätantikes Siegesdenkmal aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. in der niederösterreichischen Marktgemeinde Petronell-Carnuntum und steht in unmittelbarer Nähe des römischen Carnuntum, eines bedeutenden Legionslagers am Limes Pannonicus und Hauptstadt der Provinz Oberpannonien. Obwohl zu zwei Dritteln zerstört, hinterlässt die Ruine bei ihren Besuchern auch heute noch einen imposanten Eindruck und hat besser als alle anderen Bauwerke der antiken Stadt die Zeiten überdauert. Zwischen den Jahren 1998 und 2001 wurde das Denkmal aufwändig untersucht und anschließend nach den neuesten wissenschaftlichen Methoden von Grund auf restauriert und konserviert. Das Heidentor ist heute eines der bekanntesten Monumente am pannonischen Limes und Symbol des römischen Österreich.

Carnuntum Heidentor2

Deutsch: Carnuntum Heidentor, Niederösterreich, 2011.

Heidentor (Carnuntum) Niederösterreich 02 (scale model)

Deutsch: Heidentor (Carnuntum) Niederösterreich (Modell des ursprünglichen Zustands), 2011.

Name

Die Benennung des Monumentes als „heydnisch Tor“ kam im Mittelalter auf, da der Volksglaube alles römische als heidnisch bezeichnete, in weiterer Folge nahm man an, dass es das Grabmal eines Riesen sei.[1]

Ein Mönch aus Colmar verfasste im späten 13. Jahrhundert eine Beschreibung der deutschen Lande, in der auch das Heidentor erwähnt wird[2]:

„Dieses Land nennt man Theutonia nach dem Riesen Theuto, der sich dort aufhielt; sein Grabmal zeigt man den Reisenden in der Nähe von Wien.“
– Descriptio Theutoniae

Der Vierpfeilerbau muss zu dieser Zeit etwas besser oder vielleicht noch vollständig erhalten gewesen sein und wurde deshalb wohl als Mausoleum angesehen. In der Nähe von Wien gab es damals kein Gebäude, das mit dem Heidentor vergleichbar gewesen wäre.[3]

Datierung und Funktion

Historischer Kontext und Funktion des Bauwerkes konnten lange nicht geklärt werden.

Frühere Deutungsversuche als Stadt- oder eine Art Straßentor, das eine Kreuzung überspannte, oder als Grabmonument und Ehrenbogen zur Erinnerung an eine historisch bedeutsame Zusammenkunft römischer Kaiser im Jahre 308 n. Chr. (auch der ungarische Wissenschaftler Sándor Soproni hielt es für ein Denkmal: „von unbedingt kultischem und symbolischem Charakter“) mussten wieder verworfen werden.

Die Auswertung der Grabungsergebnisse und die Analyse seiner Baustruktur ergaben, dass das Monument der spätrömischen Periode zuzurechnen ist und nicht vor der Mitte des 4. Jahrhunderts n. Chr. erbaut wurde. Die Fundzusammensetzung bestätigte auch, dass der Bauplatz überwiegend im späten 4. und frühen 5. Jahrhundert frequentiert wurde. Auch wäre es undenkbar, dass ein im Heidentor verbauter Weihealtar des Oberhauptes des römischen Pantheons, des Jupiter Optimus Maximus, vor der Regierungsperiode Constantius’ II. und dem Erlassm seiner antiheidnischen Gesetze (354? und 356) dafür verwendet werden konnte.

Es wird angenommen, dass die Errichtung des Monumentes 60 bis 80 Jahre später, in die Zeit der Alleinregierung von Kaiser Constantius II., genauer in die 50er Jahre des 4. Jahrhunderts zu datieren ist. Darauf weist auch eine Textpassage bei Ammianus Marcellinus hin, in der erwähnt wird, dass Constantius

„…unter hohen Kosten Triumphbögen […] an den Flussgrenzen in Gallien und Pannonien errichten und auf ihnen Inschriften über seine Taten anbringen ließ, damit die Menschen von ihm lesen sollten, so lange die Denkmäler stünden.“
Ammianus Marcellinus

Dies fiel auch in die Zeit der Usurpation des Magnentius, 353 n. Chr.; nach seiner Beseitigung versuchte Constantius die Reichseinheit wieder herzustellen. 357 bis 359 hielt sich der Kaiser in Sirmium auf, von wo aus er Feldzüge gegen die Stämme der Quaden, Sarmaten und Limiganten führte. Nach deren erfolgreichen Abschluss hielt er dort einen Triumphzug ab und ließ einige Kastelle am mittleren Donaulimes wieder instand setzen. Mit dem Bau dieses Siegesdenkmals wurde zum letzten Mal ein markantes Zeichen der uneingeschränkten Macht und Unbesiegbarkeit Roms an diesem Abschnitt des hart umkämpften pannonischen Limes gesetzt, in einer Zeitperiode, in der das Römische Reich großen Umwälzungsprozessen in der Gesellschaft und dramatischen politischen bzw. militärischen Veränderungen ausgesetzt war.

Vermutlich stand das Monument an einer stark befahrenen Straßenkreuzung im Stadtgebiet Carnuntums. Der zentrale Figurensockel schließt jedoch eine Durchgangsfunktion aus, das Tor war wohl vielmehr eine Art Baldachin für die Kaiserstatue.[4]

Entwicklung

Die Region um ein bis heute nicht lokalisiertes keltisches Siedlungs- und Machtzentrum wurde ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. zum Sammelpunkt für die Expansion der Römer ins freie Germanien (Barbaricum).

Der daran anschließende Aufstieg Carnuntums hing eng mit seiner günstigen Lage am Kreuzungspunkt zweier transkontinentaler Handelsrouten zusammen, der Donau und der Bernsteinstraße.

Carnuntum entwickelte sich rasch zu einem der wichtigsten Siedlungs- und Verteidigungsschwerpunkte in den nördlichen Provinzen des Reiches. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Monument nicht direkt am Rand der Limesstraße (via iuxta Danuvium) oder an der Bernsteinstraße platziert, sondern vielmehr zwischen diesen beiden sehr stark frequentierten Verkehrswegen errichtet wurde.

Bis ins frühe 5. Jahrhundert gelang es Rom unter großen Anstrengungen, die obere und mittlere Donaugrenze zu halten.

Nach dem Untergang des weströmischen Reiches wurden Legionslager und Zivilstadt aufgegeben und verfielen.

Die Gebäude wurden demoliert und ihr Baumaterial zweitverwendet – sogar im Mauerwerk des Wiener Stephansdoms konnten Steine aus Carnuntum nachgewiesen werden.

Durch die jahrhundertelange Verwitterung von angewehtem Pflanzenmaterial wurden die meisten Fundament- und Mauerreste allmählich überdeckt; das heutige Bodenniveau liegt ca. eineinhalb Meter über dem antiken.

Das Heidentor blieb im Gegensatz dazu über die Jahrhunderte weithin sichtbar.

Jakob Alt - Heidentor

Jakob Alt (1789-1872):
Zustand des Heidentors im Jahr 1816.

http://www.panoramio.com/user/194097/tags/Heidentor

Heidentor bei Petronell-Carnuntum

http://de.wikipedia.org/wiki/Carnuntum_(Zivilstadt)

Die Zivilstadt Carnuntum

stand direkt am pannonischen Limes, entwickelte sich parallel zum Legionslager und war seit Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. Verwaltungszentrum der römischen Provinz (Ober-)Pannonien.

Sie zählt zu den bedeutendsten und am umfangreichsten erforschten antiken Ausgrabungsstätten in Österreich und liegt auf den Gemeindegebieten von Petronell-Carnuntum und Bad Deutsch-Altenburg, Bundesland Niederösterreich.

Carnuntum map Roman city

Carnuntum map Roman city, 2007.

Die Region um ein noch nicht lokalisiertes keltisches Siedlungs- und Machtzentrum, das der Historiker Velleius Paterculus als

„Carnunto, qui locus regni Norici“
(im Königreich Norikum gelegen)

bezeichnete,[1] wurde ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. zu einem der zentralen Sammelpunkte für die Expansion der Römer ins freie Germanien (Barbaricum).

An den Ausläufern der Kleinen Karpaten entwickelte sich bald einer der wichtigsten Siedlungs- und Verteidigungsschwerpunkte in den nördlichen Provinzen des Reiches. Ihren rasanten Aufstieg verdankte die Stadt unter anderem ihrer günstigen Lage am Kreuzungspunkt zweier transkontinentaler Handelsrouten sowie an den beiden Militärlagern, in denen zeitweise bis zu 6500 Mann stationiert waren. Die Stadt stand während der römischen Herrschaft über Pannonien wiederholt im Mittelpunkt bedeutender historischer Ereignisse.

NW-Pannonia-in-the-1st-century

Pannonien, Carnuntum, Savaria, Vindobona, 2007.

Carnuntum bestand aus mehreren Siedlungsbereichen, dem Legionslager, einer Militärsiedlung (canabae legionis) und der sogenannten Zivilstadt, die sich außerhalb einer Sicherheitszone von 2,2 km (entspricht einer keltischen Leuga) vom Legionslager aus gegen Westen ausbreitete.

Die ältesten archäologischen Zeugnisse aus römischer Zeit datieren in die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr.

In der Regierungszeit des Claudius entstand parallel zu einem festen Holz-Erde-Lager mit angeschlossenem Lagerdorf die Zivilsiedlung.

Zu Beginn des 2. Jahrhunderts lebten dort bereits rund 50.000 Menschen.

Kaiser Hadrian gewährte ihr in weiterer Folge das Recht zur Selbstverwaltung.

Unter Trajan stieg sie zur Provinzhauptstadt von Oberpannonien auf. Während der Markomannenkriege führte Marc Aurel von dort aus seine Feldzüge in die Stammesgebiete nördlich der Donau.

Ende des 2. Jahrhunderts wurde dort Septimius Severus von den Donaulegionen zum Kaiser ausgerufen und die Zivilstadt danach in den Rang einer Kolonie erhoben. Dies hatte einen langanhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt zur Folge.

308 n. Chr. hielten die Tetrarchen dort die Kaiserkonferenz von Carnuntum ab.

In der Mitte des 4. Jahrhunderts verwüstete ein schweres Erdbeben die Region. Diese Naturkatastrophe im Verbund mit der stetigen Reduzierung der Grenztruppen und den Auswirkungen der Völkerwanderung verursachten schließlich den wirtschaftlichen und demografischen Niedergang der Stadt.

Im späten 4. Jahrhundert diente der schon stark heruntergekommene Ort Kaiser Valentinian I. als Heerlager für einen Feldzug gegen transdanubische Stammesverbände.

Im Laufe des 5. Jahrhunderts wurde Carnuntum von seinen romanischen Bewohnern aufgegeben und verlassen.

Zwischen Limes- und Bernsteinstraße liegt das sogenannte Heidentor, ein Triumphalmonument aus dem 4. Jahrhundert und heute das Wahrzeichen der Region Carnuntum.

Name

Der Name Carnuntum/Karnuntum wurde vermutlich von der keltischen Vorgängersiedlung übernommen.

Er könnte von einem
illyrischen Idiom (karn, kymrisch carn)
abgeleitet sein und
‚Steinwall, Steinbau, Steinstadt, Siedlung am Fels oder am Stein‘
bedeuten.

Seit der Zeit Kaiser Hadrians (117–138) findet man auf den Inschriften die Abkürzung „M.A.K.“ für Municipium Aelium Karnuntinum. Seit der Herrschaft des Elagabal (204-222) begegnet man dem Kürzel „C.S.A.A.K.“, das für die Colonia Septima Aurelia Antoniniana Karnuntum steht.[2]

Mag. Ingrid Moschik,
Staatsmündelkünstlerin

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