Karl Boos, Photograph in #Salzburg, #Sigmundstor, #Neutor von der Aussenseite, Westportal mit Heiligem Sigismund, um 1867

Dr. Timm Starl (*1939 Wien - ) - österreichischer Kulturwissenschaftler Fotohistoriker Ausstellungskurator FOTOGESCHICHTE-Gründer, Karl Boos, Carl Boos, Karl Boos = Carl Boos, Karl Boos – deutsch-österreichischer Fotograf in München Salzburg Rosenheim von circa 1860 bis circa 1872, Karl Boos – Photograph in Salzburg - Ursulinengasse No. 310 - von ca. 1865 bis ca. 1868, Salzburg – Mönchsberg – Sigmundstor = Neutor – 131 m langer Mönchsberg-Tunnel zwischen Altstadt und Riedenburg, Salzburg – Mönchsberg – Sigmundstor = Neutor (1765 bis heute), Salzburg – Mönchsberg – Sigmundstor = Neutor – Westportal (1767 bis heute), Salzburg – Neustadt, Salzburg – Neustadt – (evangelische) Christuskirche (1863-67 bis heute), Salzburg – (Bezirk) Neustadt = Andräviertel (1866 bis heute), Salzburg – Mülln, Salzburg – Mülln – Stadtteil am nördlichen Ausläufer des Mönchsberges, Salzburg – Mülln = Mühlendorf = ad molendina “bei den Mühlen” (790), Salzburg – Mülln – Müllner Kirche = Augustinerkirche (1148-1674 bis heute), Salzburg – Mülln – Stadtpfarrkirche unserer lieben Frau Mariae Himmelfahrt, Salzburg – Kapuzinerberg, Salzburg – Kapuzinerberg = Imberg = Vienenberg – bis 636 m (ü.ber A.dria) hoher Bergrücken am Ost- bzw. rechten Ufer der Salzach, #Salzach, Salzach = Salza = Salza Fluvius = Rivus Iuvavo = Juvavo = Rivus Igonta = Isonta, Obere Salzach = Ivus Igonta – Quelle in den Hohen Tauern bis Pass Lueg, Untere Salzach = Rivus Iuvavo - Pass Lueg bis Hohenackern in den Inn, Salzburg – Mönchsberg, Salzburg – Mönchsberg – circa 1200 m langer und 500 m (ü.ber A.dria) hoher Bergrücken von Mülln im Norden bis zum Festungsberg im Süden, Salzburg – Mönchsberg – ein nordsüdlich verlaufender Bergrücken am linken bzw. westlichen Salzachufer, #Salzburg, Salzburg-Land, Salzburg-Stadt, Salzburg – Salzburg-Stadt (um 715 bis heute) = (lateinisch Oppidum) Iuvavum = Juvavum (14 v. Chr. bis 7. Jh.), Salzburg – Elisabeth-Vorstadt (1901 bis heute) = Froschheim (Mittelalter bis 1901), Salzburg – Elisabeth-Vorstadt – Hauptbahnhof (1860 bis heute), Salzburg – Plainberg = Plain - Ortsteil der Flachgauer Gemeinde Bergheim, Salzburg – Plainberg = Plainhügel = Plain – Etymologie 1 lat. plagina “Abhang Hochebene” – lat. plaga “Feld Hang Landstrich”, Königssee, Königssee – Gebirgssee im Berchtesgadener Land im Südosten Bayerns, Kunigsee, Bartholomäsee, Königssee = Bartholomäsee = Kunigsee, Zille, The Austrian Federal Chancellery, Bundeskanzleramt Österreich, BKA, Ballhausplatz 2, Sparismus, Sparen ist muss,  Sparism, sparing is must Art goes politics, Zensurismus, Zensur muss sein, Censorship is must, Mag. Ingrid Moschik, Mündelkünstlerin, ward artist, Staatsmündelkünstlerin, political ward artist, Österreichische Staatsmündelkünstlerin, Austrian political ward artist

“KARL BOOS
Photograph
SALZBURG
Ursulinengasse No. 310.”
“Neuthor von der Aussenseite”

https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmundstor_(Salzburg)

Das Sigmundstor,
im Volksmund ausschließlich Neutor genannt,

ist ein Tunnel, der im 18. Jahrhundert in der Stadt Salzburg errichtet worden ist. Es verbindet die Altstadt mit dem Stadtteil Riedenburg und hat eine Länge von 131 Metern.

Loos Stadt-Thore Salzburgs G 1194 I Neutor 2

Friedrich Loos (1797-1890):
Deutsch: Lithographie aus: Die zwölf Stadt-Thore Salzburgs. Zu sehen ist das zu dieser Zeit noch unverbaute Gebiet hinter dem Sigmundstor (Neutor) auf der der Altstadt abgewandten Westseite des Mönchsbergs, das zum heutigen Stadtteil Riedenburg, im Speziellen zur Inneren Riedenburg im Bereich Hildmannplatz, Bucklreuth gehört, 1832.
Universitätsbibliothek Salzburg, G 1194 I

Das Sigmundstor ist der älteste Straßentunnel des heutigen Österreich und nach dem Urnerloch nächst dem Gotthardpass in der Schweiz (64 Meter lang, vollendet 1708 [1]) und der östlichen Röhre des Ilzdurchbruchs in Passau der – soweit bekannt – älteste Straßentunnel Europas.

Reim G 1495 II Sigmundsthor

J. Vinzenz Reim:
Salzburg, Sigmundstor (Neutor), etwa 1834.
Universitätsbibliothek Salzburg, G 1186 II

Er war früher gleichzeitig eines der Stadttore der historischen Altstadt.

Fischbach Malerische Ansichten G 0538 II Neutor

Johann Fischbach (1797-1871):
Stahlstich aus: Malerische Ansichten von Salzburg und Oberösterreich, 1852.
Universitätsbibliothek Salzburg, G 538 II (Link)

Von 1916 bis 1940 wurde es außerdem von der Straßenbahn Salzburg durchfahren, seither verkehrt der Oberleitungsbus Salzburg durch das Sigmundstor.

Vorgeschichte

1675 trat der Salzburger Hofbaukommissär Michael Springrueber an Hofkriegsrat Guidobald Franz Freiherr von Hegi heran und fragte, ob es nicht möglich wäre, zur besseren fortifikatorischen Sicherung der Kernbereiche der Stadt Salzburg und der Festung Hohensalzburg den Hofstallsteinbruch so auszubauen, dass der Mönchsberg in zwei Hälften geschnitten wird, die dann nur mittels einer abwerfbaren Holzbrücke miteinander verbunden bleiben sollten. Nach dem möglichen Fall der Festungswehranlagen im Raum der Monika- und Augustinerpforte wäre der gesamte Mönchsberg ansonsten bis zu den Vorwerken der Festung in die Hände des Feindes gelangt und die Altstadt zur Gänze von oben in Beschuss geraten. 1676 trat Hegi nun mit dem gleichen Anliegen an Fürsterzbischof Max Gandolf von Kuenburg heran, und ersuchte zu prüfen, ob der Mönchsberg an dessen schmalsten Stelle nicht durchschnitten werden könnte. Er erwähnte in seinen Ausführungen erstmals auch den hohen Nutzen für eine Stadterweiterung. Die Talniederung der Riedenburg als altstadtnaher Siedlungsraum könnte durch den Durchstich leicht nutzbar gemacht und der neue Stadtteil zudem vergleichsweise einfach militärisch gesichert werden.

Von 1676 bis 1687 (Tod Max Gandolfs) wurde der Steinbruch beim Hofstall betrieben und in 35 m Breite der Berg abgegraben. Danach wurden die weiteren Arbeiten wegen Unwirtschaftlichkeit wieder aufgegeben. Noch heute sind diese Arbeiten zu erkennen, der begonnene Durchstich bildet nächst dem Festspielhaus und über dem heutigen Sigmundstor eine in den Berg geschlagene Aussichtsterrasse.

Baugeschichte

1759 brachte der damalige Baukommissar Elias Edler von Geyer den Gedanken des Mönchsbergdurchstiches erneut an den nunmehrigen Fürsterzbischof Sigismund Graf Schrattenbach heran. Der Plan wurde anfangs wieder für durchführbar erachtet, doch entschied man sich aus Kostengründen zunächst für einen als Provisorium errichteten Stollen, der später die Basis für eine Zweiteilung des Mönchsberges bieten sollte, ein Plan von dem die Verantwortlichen aber dann immer mehr abrückten.

Am 14. Mai 1764 begann man von beiden Seiten mit dem Stollenbau,

am 2. September 1765 wurde die Scheidewand durchbrochen.

Die Bauleitung hatte Ingenieur-Major Elias von Geyer über. Die Baukosten des Stollenbauwerkes selbst betrugen 5565 Gulden und 50 Kreuzern und waren damit um etwa ein Drittel billiger als vor Baubeginn angenommen.[2] Die Gesamtkosten betrugen 19.820 Gulden, wovon alleine auf die Portale 11.538 Gulden entfielen.

Das Sigmundstor als Kunstwerk

Die beiderseitigen Fassaden wurden architektonisch durch Wolfgang Hagenauer gestaltet, die Bildhauerarbeiten stammen von Johann Baptist Hagenauer.

Das Ostportal

Am Eingang des Sigmundstores wurde altstadtseitig über dem Relief-Brustbild des Landesfürsten eine Inschrift angebracht, die auch heute an den Bauherren Sigismund Graf Schrattenbach erinnert: „Te saxa loquuntur“ („Von Dir reden die Steine“). Vor dem heutigen Ostportal war ursprünglich ein weiterer Torbogen in Verlängerung der heutigen Fresken der Pferdeschwemme angebracht. Der Platz rund um die Pferdeschwemme hatte dadurch ein streng symmetrisches und harmonisches Bild. Das dahinter liegende Prunktor verliert heute durch die Entfernung des Vor-Tores den ursprünglichen barocken Überraschungseffekt.

Das Westportal

Das Portal im Westen (gegen den Stadtteil Riedenburg) zeigt als Krönung des Tunnelportals eine Statue des Burgunderkönigs, Märtyrers und Heiligen Sigismund (†524) über Kriegstrophäen und dem Wappen Schrattenbachs.

Salzburg Neutor West 03

Salzburg, Sigmundstor (Neutor), Westportal (Feldseite).
Andreas Praefke, 2013.

Die dortige Inschrift lautet: „D(eo) O(ptimo) M(aximo) – D(ivino) Sigismundo M(artyri) publico bono, commodo decori. SIgIsMVnDI ArChIepIsCopI SaLzVrgensIs P(rincepis) S(acri) R(omani imperii) comitib(us) de Schrattenbach aeternae memoriae W(olfgangus) Hagenauer archit(ectus)“ („Gott, dem Größten und Höchsten – Den heiligen Märtyrer Sigismund gestaltete dem Staat gefällig für Sigismund, Erzbischof von Salzburg und Fürst des Heiligen Römischen Reiches (Deutscher Nation) aus dem Geschlecht von Schrattenbach, der Architekt Wolfgang Hagenauer“).

Salzburg Neutor West 04

Salzburg, Sigmundstor (Neutor), Westportal (Feldseite), Detail.
Andreas Praefke, 2013.

Die Großbuchstaben ergeben dabei als römische Ziffern addiert (V=U) die Jahreszahl 1767.

Die Plinthe der Statue lautet „Joan(nnae) Hagenauer inv(enit) exc(ussit) et eff(ecit)“ („Johann (Baptist) Hagenauer hat (die Statue) erfunden, (aus dem Stein) herausgebrochen und vollendet“).

Die vorgesehene Ruinenbastei

Der Bauplan sah vor, in der Riedenburg ein zugehöriges militärisches Vorwerk in künstlerisch verbrämter Form eines Ruinenparks zu verwirklichen. Diese Ruinen sollten bildhaft die damals wieder neu ins Bewusstsein der Bevölkerung gelangte römische Stadt Juvavum in ihren Ruinen und das hohe Alter der Stadt Salzburg symbolisieren. Der Park selbst kam aber außer zwei Ruinen-Obelisken durch den Tod Sigismunds 1772 nicht mehr zu Ausführung. Johann Baptist von Hagenauer wurde nach einem Streit mit dem sparsameren Erzbischof Colloredo entlassen, sein Bruder Wolfgang jedoch blieb als hochfürstlicher Hofbaudirektor weiter im Amt.

Der einstige militärische Zwinger vor dem Westtor

Bis etwa 1860 war das Sigmundstor westseitig von einem Zwinger fortifikatorisch geschützt, der von einer Wehrmauer samt Wachhaus und Mauthaus umgeben war, welche an drei Seiten wieder ein breiter Wassergraben mit Zugbrücken umschloss. Das Sigmundstor selbst konnte mit einem Steckentor (das heißt mit Palisaden) vor einem Angriff geschützt werden.

Heutige Bedeutung

Heute ist das schmale Sigmundstor mit zwei Fahrspuren die wichtigste Verkehrsverbindung von den westwärts gelegenen Stadtteilen in die Altstadt und vor allem zu Festspielzeiten regelmäßig überlastet. Neben der Straße verläuft auf der nördlichen, der Festung abgewandten Seite ein kleinerer Stollen für Fußgänger und Radfahrer, von dem aus auch Zugangstunnel zur nördlichen der beiden im Mönchsberg gelegenen Altstadtgaragen führen. Der auf der Festungsseite gelegene, nur für Fußgänger vorgesehene Tunnel durch den Berg führt etwas vom direkten Weg parallel zum Straßentunnel ab. Er bietet auch Zugang zur südlichen Altstadtgarage und bei Aufführungen direkten Zugang in das Festspielhaus.

Der ursprüngliche Name des Tores konnte sich in der Bevölkerung zuerst nicht durchsetzen. Erst nach 1990 wurde die Bezeichnung „Sigmundstor“ wiederbelebt, da der auf der Altstadtseite angrenzende Platz, welcher nach Sigismundus Christoph von Schrattenbach als „Sigmundsplatz“ benannt war, nach dem Tod Herbert von Karajans auf dessen Namen geändert wurde. In der Bevölkerung Salzburgs hält sich allerdings bis heute hartnäckig die Bezeichnung „Neutor“, zumal die vom Tor stadtauswärtsführende Straße weiterhin den Namen „Neutorstraße“ trägt.

Weiterführende Biographie und weitere Beispiele von
“Karl Boos – Fotograf in Salzburg”
auf Sparismus:

Karl Boos, Photograph in #Salzburg, #Königssee, #Bartholomäsee, #Berchtesgadener Land, #Bayern, Personen mit Zille, um 1867 http://wp.me/p1luXo-29F

Karl Boos, Photograph in #Salzburg, Blick vom #Kapuzinerberg zum #Mönchsberg, Feste #Hohensalzburg, Altstadt, um 1867
http://wp.me/p1luXo-2cT

Karl Boos, Photograph in #Salzburg, Blick vom #Mönchsberg auf #Salzach, Flossanlegeplatz, zum #Kapuzinerberg, um 1867
http://wp.me/p1luXo-2eC

Karl Boos, Photograph in #Salzburg, Blick von #Mülln nach #Hohensalzburg, #Salzach, #Neustadt mit #Christuskirche, #Kapuzinerberg, um 1867
http://wp.me/p1luXo-2fc

Mag. Ingrid Moschik,
Österreichische Staatsmündel-Künstlerin

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