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“(Carl Gottlieb) Reissiger”

http://www.stadtmagazinverlag.de/orte/belzig04/musik.htm

Ein Leben voller Musik

Carl Gottlieb Reißiger

* 31. Januar 1798 in Belzig † 7. November 1859 in Dresden

Carl Gottlieb Reißiger wurde als Kantorssohn im nach ihm benannten Haus in Belzig geboren. Er besuchte die Thomasschule in Leipzig, lernte bei Schicht, Winter und Salieri in Wien und studierte zudem an der Leipziger Universität Theologie. Seine musikalischen Studien betrieb er im Auftrag des preußischen Innenministeriums in Frankreich und Italien, bevor er 1828 Nachfolger von Carl Maria von Weber als 1. Hofkapellmeister der Sächsischen Hofkapelle Dresden wurde. In dieser Zeit vertonte Reißiger zahlreiche lateinische und liturgiebezogene Texte.

Reißigers Kompositionswerk umfasst 60 Lieder, neun Opern, das Oratorium David sowie zahlreiche lateinische und deutsche Messen. Daneben wurde er auch durch die Uraufführung von Wagners Rienzi (1842) bekannt. Seine Autographien, Abschriften und Drucke sind über ganz Europa verstreut, befinden sich teilweise in unbekanntem Privatbesitz. Den größten Teil besitzt die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek in Dresden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gottlieb_Rei%C3%9Figer

Carl Gottlieb Reißiger

(* 31. Januar 1798 in Belzig; † 7. November 1859 in Dresden)

war ein deutscher Kapellmeister, Komponist und Musiker.

Carl Gottlieb Reissiger

English: German Kapellmeister and composer Carl Gottlieb Reissiger (1798-1859).

Leben

Carl Gottlieb Reißiger war Sohn des Kantors Christian Gottlieb Reißiger. Von seinem Vater erhielt er den ersten Klavier- und Violinunterricht. Sein Bruder war der Dehn-Schüler Friedrich August Reißiger.

Ab 1811 besuchte er die Thomasschule zu Leipzig und bestritt bereits als Schüler (Alt) Konzerte im Gewandhaus. Thomaskantor Johann Gottfried Schicht gab ihm Klavierunterricht.

An der Universität Leipzig immatrikulierte er sich 1818 in einem Theologiestudium, das er allerdings nicht zu Ende brachte.

Von 1818 bis 1820 war er 2. Geiger und Bratscher im Leipziger Theaterorchester (Gewandhausorchester).

1821 war er Stipendiat der preußischen Regierung in Wien (Unterricht bei Antonio Salieri) und München (Unterricht bei Peter von Winter). 1823 verschlug es ihn als Musiklehrer nach Berlin.

1824/25 unternahm er eine Studienreise nach Italien, Frankreich und Belgien.

Im Jahr 1826 sang er für nur kurze Zeit bei Carl Friedrich Zelter in der Sing-Akademie zu Berlin.

1826 wurde er in Dresden zunächst als Nachfolger Heinrich Marschners zum Musikdirektor der Deutschen Oper berufen, trat dann aber die Nachfolge Carl Maria von Webers als Hofkapellmeister an. Er führte das Amt bis zu seinem Tod 1859.

Er gehörte den Freimaurerlogen Balduin zur Linde in Leipzig und Zu den drei Schwertern und Asträa zur grünenden Raute in Dresden an.

Werk

Reißiger schuf ein umfangreiches Kompositionswerk, darunter das Oratorium David (1852), neun lateinische und vier deutsche Messen sowie 60 Lieder. Seine großen Messen (10 bis 12 an der Zahl), für die Katholische Hofkirche komponiert, zeichnen sich durch reiche Melodik und warme Empfindung aus. Das Gleiche gilt auch für seine Hymnen, Motetten und Lieder, die in vielen Sammlungen erschienen sind, sowie für das Oratorium David. Außerdem veröffentlichte er Orchester- und Kammermusik aller Art. Zu Reißigers erfolgreichsten Werken zählen seine Opern. Die Felsenmühle ist heute verschollen, lediglich die Ouvertüre ist erhalten.

Opern

Didone (Dresden 1824)
Der Ahnenschatz
Libella
Die Felsenmühle
Adèle de Foix
Das Floß der Medusa
Yelva, die russische Waise (Melodram)
Neben seinen eigenen Werken wurde er auch durch die Uraufführung von Wagners Rienzi im Jahre 1842 am Königlichen Hoftheater bekannt. Einer seiner Schüler war Hermann Berens.

Dokumente

Briefe von K.G. Reißiger von 1838 bis 1859 befinden sich im Bestand des Leipziger Musikverlages C.F.Peters im Staatsarchiv Leipzig.

Nachlass

Ein Teilnachlass von C. G. Reißiger umfasst circa 300 Katalognummern mit 65 Musikautographen, zahlreichen Abschriften sowie Drucken und wird in der Musikabteilung der SLUB Dresden aufbewahrt: Signatur: Mus.4888-

Mag. Ingrid Moschik – Spurensicherung “IM NAMEN DER REPUBLIK”

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