Definition von “Justizgenitalien”

Was sind Justizgenitalien?

Das Mehrzahlwort „Justizgenitalien“ ist eine derbe, umgangssprachliche Bezeichnung für die primären äußeren Genitalen (Sexualorgane, Geschlechtsteile, Fortpflanzungswerkzeuge) als pars pro toto für homo sapiens sapiens der Primaten-Spezies Mensch, der in der Dienstleistungsbranche der Rechts- bzw. Unrechtskultur seinen Lebensunterhalt bestreitet und seinen Wirkungskreis entfaltet.

Was ist ein Justizdödel?

Der Begriff Justizdödel ist eine derbe, umgangssprachliche Bezeichnung
für das männliche Genitale als pars pro toto für das Männchen der Primaten-Spezies Mensch, das in der Dienstleistungsbranche der Recht- bzw. Unrechtskultur seinen Lebensunterhalt bestreitet und seinen Wirkungskreis entfaltet.

Gerichtsdödel
Richterdödel

Anwaltsdödel
 Rechtsanwaltsdödel
Advokatsdödel
Notariatsdödel

Beamtendödel
 Behördendödel
Administrationsdödel

Was ist eine Justizmöse?

Der Begriff Justizmöse ist eine derbe, umgangssprachliche Bezeichnung
für das weibliche Genitale als pars pro toto für das Weibchen der Primaten-Spezies Mensch, das in der Dienstleistungsbranche der Rechts- bzw. Unrechtskultur seinen Lebensunterhalt bestreitet und seinen Wirkungskreis entfaltet.

Gerichtsmöse
Richtermöse

Anwaltsmöse
 Rechtsanwaltsmöse
Advokatsmöse
Notariatsmöse

Beamtenmöse
Behördenmöse
Administrationsmöse

Definition von Justiz:

Justiz
= Gericht, Gerichtsbarkeit
= Richter, Richterschaft
= Gesetz, Gesetzlichkeit
= Recht, Rechtspflege, Rechtssprechung

judiziell
= richterlich

justiziell
= rechtlich, gerichtlich

juridisch
= rechtswissenschaftlich

Etymologie von Justizmöse:

Justiz + Möse

etwas Breiig-weiches, Gemüse
das Mus, Muos, Mous, Müsli, Breiiges, Brei
die Mutz, Mutze, Mutzi, Katze
die Muschi, Musch, Musche, Katze
das Moos, Mös, Moser, Sumpf, Ried
der Matsch
der Mund
mahlen, Müller, Mühle

Möseneder
Mösenbichler
Mösenbacher
Mösengruber

Möselwein
Mosel
Moselwein

BierMösl
BierMoos

Moos
Mös-
Mösen-

Oberdeutsche Familiennamen mit „Mös-„ gehen zurück auf die Landschaftsbezeichnung Moos (=Sumpf, Ried).

„Mösenbichler“ wohnten auf dem Moosbühl (Hügel im Sumpf),

„Möseneder“ in der Moosöde (Einöde am Sumpf),

„Mösengruber“ in einer Moossenke (Senke am Sumpf).

Es sind also ganz anständige Familiennamen meist alter Bauerngeschlechter, die sich eben nach der Natur des Ortes nannten, wo sie lebten.

Niederdeutsche Familiennamen mit „Mös-„ wie z.B. „Möser“ (= Gemüsehändler) gehen auf das Wort „Gemüse“ zurück.

(Nach Hans Bahlow, Deutsches Namenslexikon)

Das Wort „Möse“ (für Vulva) ist eher norddeutsch und leitet sich von dem spätmittelhochdeutschen „mutze“ (Vulva) ab

In der Schweiz bedeutet das Wort aber was ganz anderes. Es ist die Bezeichnung für eine Prellung (innere Blutung) bzw die dadurch sichtbare Verfärbung der Haut („blaue Möse“).

Wenn du Quellen/Belegstellen dafür hast, kannst du das gern noch im Eintrag hinzufügen.

Die Möse ist m.W. ein Begriff aus dem Niederdeutschen und bedeutet schlicht und einfach `Quetsche´/ `enger Einlass´ (mösen = quetschen)

Ich habe in Südtirol/Ahrntal den „Mösenhof“ als ganz traditionielles Wirtshaus in einem Dorf gesehen. Das bedeutet ja offenbar, dass dort der Begriff „Möse“ ganz anders belegt ist. Leider habe ich es nicht wahrgenommen, am Ort nach der Bedeutung zu fragen.

Herkunft:
Das Wort Möse ist in dieser Form erst seit neuerer Zeit belegt und wird an Musche, Muschi, Mutz und Mutze und ähnliche Bezeichnungen mit den Bedeutungen ‚weibliches Geschlechtsorgan‘ und ‚liederliche Frau, Hure‘ angeschlossen.[1]

Es findet sich ein Beleg für mussensun ‚Hurensohn‘ im 13. Jahrhundert, die weitere Herkunft ist aber unklar.[1]

Da Mutz im Bairischen für ‚Katze‘ und im Schweizerdeutschen für ‚Bär‘ steht, könnte Möse allerdings einen Bezug zur Schambehaarung haben.[1]

Herkunft
gaunersprachlich Moß, Muß = Frau, Geliebte, Dirne, unter Einfluss von spätmittelhochdeutsch mutze = Vulva

3 Erklärungsversuche über die Herkunft:

1. altdeutsch mutz; Mutz bedeutet Mörser. Die Analogie dürfte klar sein. Ein Kolben, der in ein offenes Gefäß (Mörser) gestoßen wird.

2. althochdeutsch mous; Muos steht für Speisen, Essen, Brei oder Mus. Neben Mus leitet sich von Muos aber auch Matsch und Mund ab. Somit steht der Begriff für etwas ‚breiig-weiches‘, was ja auch zutreffend wäre

3. niederdeutsch moese; Moese steht für einen Landstrich, den wir heute als Moor oder Sumpf bezeichnen – Charlotte Roche würde es vielleicht eher Feuchtgebiet nennen.

Mutz bedeutet Mörser, das Haushaltsgerät, mit dem Körner zerstampft wurden. Die Doppeldeutigkeit ist klar: Ein Kolben (Penissymbol) der in ein offenes Gefäß (Scheidensymbol) „gestoßen“ wird.

die Moß
die Moss
die Muß
die Muss

Moese
Möse
Möser
Moser

Mörser

die Möse
die Mösen
die Musche
die Muschi
die Muschis
die Mutz
die Mutzi
die Mutzis
die Mutze

die Miezekatze
die Muschikatze

die Fotze
die Fut
die Vulva
die Vagina
das Loch
die Scheide

pussy
pussy-cat
cunt
chatte
con

Möse {f} [vulg.]
cunt [vulg.]
pussy [vulg.]
snatch [Am.] [vulg.]
fanny [Br.] [vulg.]
twat [vulg.]
cooze [vulg.] [Am.]
quim [vulg.]
quiff [vulg.]
cunny [Scot.] [vulg.]
vadge [sl.]
twadge [Br.] [vulg.]
chocha [Am.] [sl.] [vulg.]
clunge [Br.] [sl.] [vulg.]anat.
Möse {f} [ugs.]
gee [Irish] [sl.] [pussy]
Möse {f} [derb]
cabbage [Br.] [sl.] [female genitals]
Möse {f} [vulg.] [Vagina]
punani [vulg.]

Etymologie von Justizdödel:

Justiz + Dödel, auch Dödl

der Dödel

1. (ugs.) Dodel, Trottel, Depp, Schwachkopf, Doim, Tollpatsch

2. (norddt.) Penis, oft geringschätzend

3. (Schiffbau) Scheidennagel, tie bolt
Dödelmoker als Bootsbauer

etwas Geschwollenes
etwas Schwellbares
etwas Angeschwollenes
ein Schwellkörper
eine Schwellung
eine Schwelle

Der Dödel verhindert das Eindringen des Wassers durch die Lasche in das Bootsinnere.

Der Dödel (Scheidennagel) ist ein Weichholznagel, der in eine Bohrung an der Schnittstelle von Lasche und Sponung eingeschlagen wird. Durch eindringendes Wasser quillt er und dichtet so die Lasche. Sein Durchmesser richtet sich nach der Größe des Kiels und nach der Tiefe der Sponung.

der Dutt, Dutte, Dutten
der Haarknoten

Dutt, der; -[e]s, -e u. -s
[aus dem Niederd., eigtl. = Haufen
Niederdeutsch Haarknoten: Aus dem Niederdeutschen übernommen, eigentlich „Haufe, Klumpen“.
Weitere Herkunft unklar. Quelle: Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.

die Zitze, Zitten, Zitteln
die Titte, Titten, Titteln
die Tutte, Tutten, Tutteln

Titte wird im Deutschen seit dem 20. Jahrhundert in der Bedeutung ,weibliche Brust‘ bzw. ,weibliche Brustwarze‘ verwendet.[1]
Das Wort wird dem Vulgärwortschatz zugeordnet.
In diesem Zusammenhang existieren auch Kompositabildungen wie Tittenbeutel, Tittenhalter und Tittenheber für Büstenhalter.[2]
Im Niederdeutschen entspricht Titte dem Wort Zitze in der Bedeutung ,Brustwarze‘.[3] Nach dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm sind Varianten wie tutte, tüttel und dütte sprachlich deutlich älter und bedeuteten nicht nur Brustwarze, sondern auch Brust.
Damit konnte auch die männliche Brust gemeint sein.
Es handele sich um ein Lallwort.
Durch Lautverschiebung wurde daraus Zitze mit eingeengter Bedeutung.
In der Neuzeit hatte Zitze mit Bezug auf Frauen laut Grimm etwa dieselbe Bedeutung und Konnotation wie heute Titte und wurde der Umgangssprache und Vulgärsprache zugerechnet: „[…] hat auf die Brust der Frau bezogen in neuerer Sprache häufig den Beiklang des verächtlichen, derben oder wenigstens unumwunden-natürlichen, auch mit dem Nebenbegriff des Hässlichen.“[4]

Die Assoziationen mit ähnlich klingenden Wörter ist nicht verwunderlich; das kennt man von anderen Wortgruppen.

Doldi
(vielleicht zu „toll“ = verrückt) fränkisch und bairisch abfällig für einen närrischen, ungebildeten Menschen.

Dollbohrer
Dollmann
(ursprünglich ein Lehrling, der Löcher für Dollen, also für Holzdübel, zu bohren hatte) Schimpfwort für einen dummen, ungeschickten Menschen; auch Dollman und Dollo.

Dollbrägen
(eigentlich = Tollkopf; zu Bregen = Schädel) norddeutsch für Hitzkopf, Draufgänger-

Döllmer
ein norddeutsches Schimpfwort für einen Dummkopf, Trottel.

Aus: Herbert Pfeiffer, Das große Schimpfwörterbuch;
ISBN 3-8218-3444-7

Da sind einige Herkunftskandidaten für den „Doim“ dabei.

Die „hochdeutsche“ Schreibeung ist wohl „Dolm“, ich finde auch noch das ähnlich klingende „Dodel“.

„Dödel“ sagt man hier in der Gegend.

Man könnte noch „Blödel“ und „Trottel“ dazu stellen.

Womöglich helfen Dir Kölsche Tön: Döppe (Topf),Döskopp, Dötsch.

Die Assoziazionen mit ähnlich klingenden Wörter ist nich verwunderlich; das kennt man von anderen Wortgruppen.

Dennoch wäre mir lieb, wenn jemand das genaue Unsprungswort angeben könnte.

Als beispiel sei der Tollpatsch – wie ihn die Rechtschreibreform verhunzt hat.
Die Schreibung legt einen Tölpel*, der eventuell auch vom Tiopatsch stammt, nahe, der wie toll durch Pfützen und Schlamm patsch. Ist natürlich Unsinn, aber doch nicht ganz unrecht.

In der österreichischen Armee waren lange die ungarischen Soldaten die am schlechtesten ausgerüsteten. So trugen sie kein festes Schuhwer und noch weniger Stiefel, sonder Holzbretter, die mit Schnüren an den Beinen befestigt waren wie Sandalen.

Dazu aus dem Kluge:

Tolpatsch
Substantiv Maskulinum Standardwortschatz stilistisch (18. Jh.) Entlehnung.
Von den Sprechern wohl mit Tölpel und patschen in Verbindung gebracht.
Älter (17. Jh.) ist die Bedeutung „ungarischer Fußsoldat“ (ung. talpas, eigentlich „breitfüßig“, zu ung. talp „Sohle“, da die Soldaten statt Schuhen mit Schnüren befestigte Sohlen trugen).
Daraus (österr.) „Soldat, der eine unverständliche Sprache spricht“ und durch die oben angegebene sekundäre Motivation die heutige Bedeutung.
Knobloch, J. MS 99 (1980), 179 (anders).

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