Definition von “struktureller Gewalt”

Defintion in progress:

1969 erweitert der norwegische Friedensforscher Johan GALTUNG
die klassische Definition von “Gewalt” (violence)
um das Konzept der “strukturellen Gewalt” (structural violence).

„Strukturelle Gewalt ist die vermeidbare Beeinträchtigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse oder, allgemeiner ausgedrückt, des Lebens, die den realen Grad der Bedürfnisbefriedigung unter das herabsetzt, was potentiell möglich ist“.

Gewalt

umfaßt alle vorsätzlichen, destruktiven Handlungen und Verhaltensweisen eines Täters oder einer Tätergruppe gegen andere Personen.

Strukturelle Gewalt

umfaßt alle wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen bzw. Strukturen einiger wenige gegen viele Personen und gegen ihre ganzheitlichen Bedürfnisbefriedigung und gegen ihre Entfaltungsmöglichkeiten in Raum und Zeit, Kultur, Religion und Umwelt.

Synonyme für “strukurelle Gewalt”:

“strukturelle Gewalt”
“systemische Gewalt”

“Steuerungsmechanismen”
“Herrschaftschaftsinstrumente”

“Machtstrategien”
“Machtstrukturen”

“strukturelles Töten”
“strukturelles Morden”

“zu Tode hetzen”
“zu Tode mobben”
“zu Tode stressen”

Etymologie von Gewalt:

nhd. Gewalt
ahd. giwalt

nhd. walten
ahd. waltan

idg. *ual-dh-
= stark-sein
= herrschen, jemanden oder etwas beherrschen
= gesammelte Stärke, Gewalt
= walten, verwalten
= Befehlsgewalt
= Gewalthaben
= Gewaltanwenden
= Anwalt, Walter
= Valuta
= valid, invalid

Manifestationen von “struktureller Gewalt”

das planmäßige Herbeiführen von Missständen
das fahrlässige Totschweigen von Missständen
das vorsätzliche Unterlassen von Hilfeleistung

eingeschränkte Lebenschancen
eingeschränkter Zugang zu Bildung
eingeschränkte Grund- bzw. Menschenrechte
eingeschränkte Verfassungsrechte

“asymmetrische Informationspolitik”
Desinformation
die Hybris ohne Nemesis
das ES ohne ÜBER-ICH
der Narzissmus als höchster gesellschaftlicher Wert
eine Gesellschaft ohne Religion
Hybris des Atheismus
Hybrisma der Gottlosigkeit

der Pyrrhussieg
der Sieg ohne Gewinner
der Sieg mit lauter Verlierern
“der lachende Dritte”

Schattenwirtschaft, Schwarzarbeit
Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus
Nationalsozialismus, Nazismus, Chauvinismus
Finanzfaschismus, Bankerismus
Mammonismus, M3 regiert die Welt
Beamtokratien, Nepotismus, Freunderlwirtschaft
Korruption, Korruptionismus
Machiavellismus: Der Zweck heiligt die Mittel.

Wohlstandsgefälle zwischen Erster und Dritter Welt
Wirtschaftskrieg
der Sozialraum als neues Schlachtfeld
Globalisierung, Landgrabbing
Ungleichgewichte der Waren- und Geldströme
ungleiche Einkommen aus Arbeit und Vermögen
“soziale Kälte”
“soziale Krieg”
“soziale Exklusion”
“soziale Grauslichkeiten”
“ohne soziale Tabus”
Dissozialisierung
Zweidrittelgesellschaft
Armut, Verarmung
Prekarisierung, Bettlertum, Bittstellertum
Working poor, “Arm durch Arbeit”, Sans papiers
Digitale Boheme
Die Überflüssigen
Elend, Verelendung
Sozialraum-Bewirtschaftung
Kinderarbeit
“soziale Härtefälle” zwecks politischer Verhaltenssteuerung
sozialpolitische Fallsteuerung
Hunger, Hungertod
Ausbeutung, Benachteiligung,
ungleiche Bildungschancen und Lebenserwartung
Entwürdigung und Beleidigung
Ghettoisierung, Ausgrenzung

Unterdrückung von sexuellen Minderheiten
Prostitution
Unterdrückung von religiösen Minderheiten

Alters-Diskriminierung, Jugendwahn

Umweltverschmutzung und –zerstörung, Klimawandel

“sozialraum-orientiertes Case-Management”
“soziale Technik” der außerstreitigen Verarmung
das politische Besachwalterung, Entrechtung, Enteignung
das politische Unterbringung, Entsorgung, Einäscherung
das politische P-Verfahren
das politische Pflegschaftsverfahren
das 999-Verfahren
das LBE-Verfahren
das politische Ablebens-Management
das politische Mündel-Vormund-Verhältnis
die politische Bevormundung
organisierter Sachwalterschaftsbetrug
strukturierter Mündelbetrug
sozialpolitische Justizzombies
das Rechtsinstitut der “justizpolitischen Untoten”
der “Bürgerliche Tod”

Unterdrückung von Andersdenkenden
Angst-Propapanda
Totschweigen von Missbrauch
Totschweigen von Verbrechen
Omerta
Sub rosa

Politik in der Grauzone
Schattenpolitik
Handlungen im “rechtsfreien Raum”
Handlungen im “gesetzesfreien Raum”
Rabulistik im Aufrtrage des Systems
Erististik = Eristische Dialektik, 1830 Arthur SCHOPENHAUER
Sozialdarwinismus

Inquisition
Folter-Kultur
Erlösung durch Endlösung
Redemption durch Holodomor = Golodomor
Killing by hunger = Tötung durch Hunger

Kunst & “strukturelle Gewalt”

Michail BULGAKOW: “Der Meister und Margarita”, 1928-40, 1966, 1973

Mag. Ingrid MOSCHIK: “sparismus.wordpress.com”, 2011, 2012

Pussy Riot

Voina

http://de.wikipedia.org/wiki/Johan_Galtung
Johan Galtung (* 24. Oktober 1930 in Oslo) ist ein norwegischer Mathematiker, Soziologe und Politologe.
Er gilt als Gründungsvater der Friedens- und Konfliktforschung, da er 1959 mit dem Peace Research Institute Oslo (PRIO) das erste universitär verankerte Friedensforschungsinstitut Europas gründete.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gewalt
Unter den Begriff Gewalt (von althochdeutsch waltan – stark sein, beherrschen) fallen Handlungen, Vorgänge und Szenarien, in denen bzw. durch die auf Menschen, Tiere oder Gegenstände beeinflussend, verändernd und/oder schädigend eingewirkt wird. Gemeint ist das Vermögen zur Durchführung einer Handlung, die den inneren bzw. wesentlichen Kern einer Angelegenheit oder Struktur (be)trifft.
Der Begriff der Gewalt und die Bewertung von Gewalt ändert sich im historischen und sozialen Kontext.
Auch wird er je nach Zusammenhang (etwa Soziologie, Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft u.a.) in unterschiedlicher Weise definiert und differenziert.
Im soziologischen Sinn ist Gewalt eine Quelle der Macht. Im engeren Sinn wird darunter häufig eine illegitime Ausübung von Zwang verstanden.
Im Sinne der Rechtsphilosophie ist Gewalt gleichbedeutend mit Macht (englisch power, lateinisch potentia) oder Herrschaft (lateinisch potestas).
Zivilrecht und Strafrecht basieren auf dem allgemeinen Gewaltverbot.

http://de.wikipedia.org/wiki/Strukturelle_Gewalt
Strukturelle Gewalt bezeichnet ein Konzept, das den klassischen Gewaltbegriff umfassend erweitert und 1969 vom norwegischen Friedensforscher Johan Galtung formuliert wurde.

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